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30 Jahre MOGO Hamburg
Eingestellt am: 21.05.2013

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Gottesdienste

09.06.13 12:30 Uhr: Motorradgottesdienst Hamburg

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Das Motto des MOGO stammt aus der kirchlichen Bikerszene und lautet
„Fahr nicht schneller als dein Schutzengel fliegen kann“.
Es ist ein geflügeltes Wort in der Szene ohne zu einer Floskel zu werden; im Gegenteil. Jedes Mal, wenn dieser Satz fällt, folgt ihm eine intensive innere Bewegung und ein ganzes Gefüge aus Sehnsüchten, Hoffnungen und Vergewisserungen in Bezug auf das Leben.


Das Symbol für den MOGO ist das gelbe Band, das alle Teilnehmenden bekommen. Es steht für sicheres Fahren. Vor allem aber symbolisiert es den Segen für das kommende Jahr und wird als Wiedererkennungszeichen für die Teilnahme am MOGO verwendet.

Der MOGO, eigentlich Gottesdienst für Motorradfahrerinnen und -fahrer, ist eine volksmissionarisch ausgerichtete Feier, die in besonderer Weise Menschen anspricht, die oft ein distanziertes Verhältnis zur Kirche haben. Kirche wird hier in ökumenischer Bandbreite als offen und einladend empfunden. Aus persönlichen Gesprächen wissen wir, dass sich daraus auch (wieder) tiefer gehende Beziehungen zur Kirche entwickeln. Der MOGO erlebt - wie andere Motorradgottesdienste auch - in den vergangenen Jahren einen starken Zulauf bei den Bikern und bei der Bevölkerung. Seine geistliche Ernsthaftigkeit ist von entscheidender Bedeutung.

Der Motorradgottesdienst hat zwei inhaltliche Schwerpunkte:

Zum einen suchen die Bikerinnen und Biker in einer zunehmend orientierungsloseren und von Technik und Ehrgeiz bestimmten Welt einen Orientierungsrahmen für ihre Seele. „Fahr nicht schneller als dein Schutzengel fliegen kann“ und „auch die Bikerseele geht zu Fuß“ sind thematische Ausdrücke dieser Haltung. Kirche kann sich hier an zentraler Stelle in die Welt und das Leben der Menschen einmischen.

Zum anderen ist den Besuchern des MOGO das Gedenken an Verunglückte und Verstorbene wichtig. Hier geht es letztlich um Halt für die Seele über die Grenzen des persönlich kontrollierbaren Lebens hinweg.

Die Menschen, die die MOGO-Gemeinde bilden, kommen aus allen Bevölkerungs-, Einkommens- und Altersschichten. Kirchenferne wie Kirchennahe, volkskirchliche geprägte und charismatisch orientierte Christen, Kirchenmitglieder und Ausgetretene bilden hier eine sehr bunte Gemeinde. Die Teilnehmenden am Gottesdienst reisen nicht nur aus der gesamten Bundesrepublik an, sondern kommen auch aus dem angrenzenden Europa. 2002 fand zum ersten Mal eine europäische Sternfahrt zum Hamburger MOGO statt.

Der MOGO ist gewaltfrei, fröhlich und alkoholfrei. Er agiert politisch neutral und gewinnt seine Förderer und Ehrengäste partei- und institutionenübergreifend.

Unter diesen Prämissen ist der MOGO eine gern gesehene Großveranstaltung in Hamburg, Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Die Veranstaltung hat bei den Behörden und bei der Polizei der beteiligten Bundesländer eine sehr hohe Akzeptanz.

Der MOGO ist eine Veranstaltung im Raum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Er wird seit 1984 veranstaltet und seit 2003 organisiert und verantwortet durch einen gemeinnützigen Trägerverein.